Der Stratege: Ein Mann für den Überblick

Früher hat Christoph Kasper als Mittelfeldspieler in der Kreisliga versucht, den Überblick über das Spielgeschehen zu behalten. Löcher stopfen, Passwege zulaufen und Mitspieler in freie Räume koordinieren – das zählte zu seinen großen Stärken. Christoph ist ein Stratege mit klaren Ansagen und ganzheitlichem Überblick, das fanden damals auch seine Mitspieler in seinem niederbayerischen Heimatverein SC Falkenberg.

Seine Zeit als Fußballer in Bayern ist längst vorbei, doch den Überblick hält er heute immer noch. Als Gründer von Homelike, der Online-Plattform für möblierte Business Apartments, ist Christoph Kasper in vielfältigen Bereichen tätig. „In meiner Rolle bei Homelike sehe ich mich als Generalist.“ Obwohl Christoph Kasper auch andere Themenfelder verantwortet, setzt er seinen Fokus bei der täglichen Arbeit gerne auf die Bereiche Operations und Geschäftsprozesse sowie Human Resources und Finanzen. „Wenn unterstützende Prozesse nicht ständig optimiert werden, bremst dies das Wachstum eines Start-ups“, so der sportliche Gründer, der regelmäßig joggt.

 

Von Journalismus zur Wirtschaft

Sein Weg bis zur Homelike Gründung war definitiv kein geradliniger Sprint, sondern ein Marathon auf abwechslungsreichen Streckenabschnitten. Kurz nach seinem Abitur beschäftigte sich Christoph Kasper zunächst intensiv mit der journalistischen Selbstständigkeit. Als Reporter schrieb er damals für die Passauer Neue Presse oder produzierte auch Beiträge für Focus Online.

„Aber gerade am Anfang habe ich ziemlich schlechte Erfahrungen mit der Selbstständigkeit gesammelt. Als Einzelperson fühlte ich mich sehr limitiert – gleichzeitig Vertrieb zu machen, Produkte und Leistungen zu generieren, war sehr schwierig“, blickt Christoph Kasper zurück, der in seiner Zeit nach dem Abitur zahlreiche Praktika absolvierte. Ein Praktikum führte ihn zum bayerischen Rundfunk. Dort begegnete ihm eine Redakteurin, die ihm riet, sich komplett für den kaufmännischen Sektor zu entscheiden. Die Möglichkeiten seien größer und der investierte Aufwand zahle sich mehr aus als nach einer journalistischen Ausbildung.

„Das war im Nachhinein ein guter Rat, den ich immer wieder beherzigt habe. Den Journalismus ließ ich hinter mir, sodass ich mein BWL Studium an der Ludwig-Maximilians Universität München durchzog“, so Christoph.

 

Der Weg nach Amerika

Anschließend verschlug es Christoph für ein Jahr nach Amerika. In der Baseball-Stadt St. Louis verbrachte er ein Auslandsjahr an der Washington Universität, wo er weiter Wirtschaft und Literatur studierte. „Im Alter von 24 Jahren 2006 nach Amerika zu gehen, war für meine Entwicklung entscheidend. Dort habe ich gelernt, mein Englisch erheblich zu verbessern und alles selbst zu organisieren. Auch an einer relativ elitären Uni gewesen zu sein, steigerte meine Ambitionen extrem“, schilderte Christoph Kasper.

Sein wirtschaftlicher Fokus nahm weiter zu: Als er nach Deutschland zurückkehrte, entschied er sich kurze Zeit später, General Management in Hamburg zu studieren.

 

Von der Theorie zur Praxis: Zeit bei Squeaker

Nach seinem Studium war es endlich an der Zeit, die gelernte Theorie in die Tat umzusetzen. Ein wichtiger Schritt war sein Einstieg beim Online-Karrierenetzwerk Squeaker.net, wo er schnell die Position des Geschäftsführers übernahm. „Bewusst habe ich den Weg Richtung Unternehmertum eingeschlagen. Bei Squeaker habe ich in einer generalistischen Rolle als Geschäftsführer geholfen, das Unternehmen aufzubauen und gelernt, wie erfolgreiche Führung funktioniert“, so Christoph Kasper. Große Unterstützung erfuhr er durch deine Mentoren Stefan Menden und Jonas Seyfferth, den Gründern und Inhabern von Squeaker.net. Dank der beiden ehemaligen Unternehmensberater eignete sich Christoph unter anderem die Fähigkeit an, smarte Strategieprozesse zu implementieren.

„Jedes Jahr kurz nach Weihnachten sind wir tief in die Zahlen gegangen: Wir haben Umsatz- und Kundengruppen analysiert, um im Januar neue Wachstumsfelder zu erschließen und strategische Pläne für einen nachhaltigen Erfolg zu verdichten. Am Ende wurde ein strategischer Plan verabschiedet, anhand dessen wir uns immer orientieren konnten“, erinnert sich Christoph.

Bei Squeaker manifestierte sich der Gedanke immer mehr, ein eigenes Unternehmen ins Leben zu rufen. Schritt für Schritt erlernte Christoph dafür das notwendige Handwerk und traf den Mann, mit dem er später Homelike gründete. Dustin Figge organisierte damals hauptverantwortlich den World Business Dialogue beim Organisationsforum Wirtschaftskongress und war Gründer des Recruiting-Portals „TalentsConnect“. Christoph und Dustin tauschten sich über Kooperationsmöglichkeiten der beiden Start-ups aus und merkten bald, dass sie beide Lust und gegenseitige Sympathie mitbrachten, um gemeinsam ein neues Unternehmen zu gründen.

 

Gemeinsame Gestaltung bei Homelike

Das Netzwerken ist bis heute ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Im Mittelpunkt steht dabei das Gründertum als sein großes Hobby. Christoph begegnete zu seiner Studienzeit vielen Gründern in Hamburg oder München, in der Phase bei Squeaker oder auch auf seinen Geschäftsreisen für Homelike. Mittlerweile zählen viele dieser Menschen zu den Freunden des kreativen Gelegenheitskochs.

Mit einigen davon reist er regelmäßig. Ob Surfen, Snowboarden, Kiteboarding oder erlebnisreiche Trips nach Prag, London oder Bukarest – Christoph ist vielfältig unterwegs. Auf Reisen und Partys spricht er mit den anderen viel über Gründertum und auch seinen Berufsalltag. Durch den lockeren Austausch erhält er immer wieder neue Tipps, die er in seine Arbeit einfließen lässt. Bei Homelike holt er seine Mitarbeiter mit ins Boot: „Meinen Mitarbeitern möchte ich das Gefühl geben, zielführend gestalten zu können“, so Christoph. Zu seinem ganzheitlichem Überblick und klaren Ansagen gesellt sich somit ein kooperativer Führungsstil – für gemeinsamen Erfolg.

 

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